Finanzielle Unterstützung einer Familie bei der OP des Therapiehundes für zwei schwerbehinderte Familienmitglieder

 

In der hilfesuchenden Familie waren der berentete schwerbehinderte Vater (Vereinsmitglied) und dessen ebenfalls schwerbehinderter Sohn auf die Versorgung und Pflege durch Ehefrau/ Mutter angewiesen. Der in der Gemeinschaft der Familie befindliche Hund erwies sich als unentbehrlicher Partner, insbesondere für den schwerbehinderten Sohn der Familie.
Wissenschaftliche Untersuchungen in der Verhaltensforschung belegen die Wirksamkeit tiergestützter Therapien. Es bestehen ferner unter Wissenschaftlern schon seit langem keine Zweifel an positiven psychosozialen Effekten, welche durch die emotionale Bindung zu Tieren im Haushalt ausgelöst werden. Die verschiedenen Fähigkeiten und die sensiblen Sinne eines Hundes können für die Bedürfnisse insbesondere des schwerbehinderten Menschen nutzbar gemacht werden, was so zur Verbesserung der Lebensgestaltung und Lebensqualität beiträgt.

Der vierjährige (Therapie-)Hund litt an einer Nasenkrankheit, welche eine veterinärmedizinische OP in einer Tierklinik erforderlich machte. Aufgrund ihrer sehr angespannten persönlichen finanziellen Situation war die betroffene Familie nicht in der Lage, die unbedingt erforderliche Operation der Nase des zu Therapiezwecken im privaten Umfeld eingesetzten Hundes in Gänze zu bezahlen. Damit befand sich die Antragstellerin als Familienangehörige in einem Dilemma dergestalt, dass mittels der unabdingbaren Anwesenheit des Familienhundes ein lebenswertes Dasein für die schwerkranken Familienmitglieder erreicht werden soll, jedoch die finanziellen Mittel hierfür nicht aufgebracht werden konnten.
Da der Familienhund nicht aufgrund einer medizinischen Indikation gehalten wird, sondern sich seine tiertherapeutische Funktion lediglich aus dessen bloßer Anwesenheit aus Sicht der Familienangehörigen ableitet, wurden die Behandlungskosten des Tieres von öffentlichen Trägern nicht übernommen.

Der Verein erkannte die durch die gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Gegebenheiten der Familie des Vereinsmitgliedes unverschuldet entstandene Situation als notleidend an und beschloss eine finanzielle Anteilszuwendung.